Stromhistorische Arbeitsgemeinschaft der WSW

Stromgeschichte bewahren – Technik erleben – Zukunft mitgestalten

 

Wie kam der Strom nach Wuppertal? Wie funktionierte die Stromversorgung früher, und wie haben elektrische Geräte unseren Alltag, die Industrie und den Verkehr verändert?

Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich die Stromhistorische Arbeitsgemeinschaft der Wuppertaler Stadtwerke (WSW). Wir engagieren uns für die Bewahrung und Vermittlung der Geschichte der Elektrizitätsversorgung in Wuppertal und machen historische Elektrotechnik für Interessierte erlebbar.

147 Jahre Stromgeschichte in Wuppertal

1879 – erste elektrische Beleuchtung: Am Bahnhof Döppersberg wurden vier elektrische Bogenlampen installiert. Damit begann die öffentliche Stromversorgung im heutigen Wuppertal.

1887 – erstes städtisches Elektrizitätswerk: Am 17. November 1887 nahm in Elberfeld am Hofkamp das erste städtische Elektrizitätswerk den Betrieb auf. Elberfeld war damit nach Berlin die zweite preußische Großstadt mit kommunaler Stromversorgung. Zunächst diente Elektrizität vor allem der Beleuchtung.

Ab etwa 1890 – Ausbau in Barmen: Auch Barmen begann mit einer eigenen elektrischen Versorgung. Um das Stadtgebiet außerhalb des Zentrums zu erschließen, entstanden unter anderem Umspann- bzw. Unterstationen. Das historische Umspannwerk an der Wichlinghauser Straße gehört zu diesen frühen Anlagen.

1898/1900 – Elektrizität für die Schwebebahn: Für die geplante Schwebebahn wurde das Elektrizitätswerk in Elberfeld erweitert. Das Kraftwerk ging 1900 in Betrieb und lieferte Gleichstrom mit 600 Volt für die Bahn.

1898 – Stromversorgung in Cronenberg: Das Bergische Elektrizitätswerk Cronenberg begann mit der Stromversorgung, zunächst vor allem für gewerbliche Elektromotoren. Damit wurde Strom zunehmend auch als Antriebsenergie für die Industrie interessant.

1910er Jahre – überregionale Versorgung: Die Stromversorgung wurde zunehmend durch größere Kraftwerke und Verbundnetze ergänzt. Ein wichtiges Beispiel war das Gemeinschaftskraftwerk Hattingen, an dem sich Barmen bzw. später die Wuppertaler Stadtwerke beteiligten. Das historische Umspannwerk Wichlinghauser Straße wurde unter anderem mit Strom aus Hattingen versorgt.

1929 – Entstehung Wuppertals: Mit der Zusammenlegung von Elberfeld, Barmen und weiteren Gemeinden entstand die Stadt Wuppertal. Die verschiedenen kommunalen Versorgungsstrukturen wurden schrittweise zusammengeführt.

1948 – Gründung der Wuppertaler Stadtwerke: Am 1. März 1948 wurden die Städtischen Werke und die Wuppertaler Bahnen zur Wuppertaler Stadtwerke AG (WSW) zusammengeschlossen. Damit lag die Energieversorgung unter einem gemeinsamen kommunalen Unternehmen.

Nachkriegszeit: Neben dem Gemeinschaftskraftwerk Hattingen spielten die Kraftwerke Elberfeld und Barmen eine wichtige Rolle. Das Kraftwerk Hattingen wurde schließlich 1984 stillgelegt, während die WSW ihre eigenen Heizkraftwerke weiter modernisierten.

Heute: Die WSW bzw. ihre Netzgesellschaft betreiben weiterhin das Wuppertaler Stromnetz. Es umfasst Hoch-, Mittel- und Niederspannung; heute gibt es unter anderem rund 4.000 km Stromnetz, 13 Umspannwerke und etwa 1.650 Netzstationen.

Stromhistorische Arbeitsgruppe der WSW

Freizeitgruppe für Mitarbeiter der WSW und interessierte Menschen aus der Region

Unsere Arbeitsgemeinschaft kümmert sich um eine umfangreiche stromhistorische Sammlung, die im historischen Umspannwerk an der Wichlinghauser Straße in Wuppertal untergebracht ist.

Die Sammlung dokumentiert die Entwicklung der Stromerzeugung und Stromverteilung sowie die vielfältige Nutzung elektrischer Energie. Zu sehen sind unter anderem historische Mess- und Schaltgeräte, technische Anlagen, Haushaltsgeräte, Büro- und Computertechnik sowie Exponate aus den Bereichen Straßenbahn und Kommunikation.

Wir bewahren diese technischen Zeitzeugen, beschäftigen uns mit ihrer Geschichte und vermitteln unser Wissen bei Führungen und Veranstaltungen. Dabei möchten wir nicht nur die Technik selbst zeigen, sondern auch erklären, wie sich die Stromversorgung im Laufe der Zeit entwickelt hat und welchen Einfluss die Elektrizität auf das Leben und Arbeiten in Wuppertal hatte.

Unser gemeinsames Ziel ist es, technisches Wissen, persönliche Erfahrungen und die Geschichte der Wuppertaler Energieversorgung für kommende Generationen zu erhalten.

Unser Standort: Das historische Umspannwerk Wupperfeld

Unsere Sammlung befindet sich in einem historischen Umspannwerk an der Wichlinghauser Straße 32 in Wuppertal. Das Gebäude ist selbst ein bedeutendes Zeugnis der regionalen Energiegeschichte.

Bei Führungen und besonderen Veranstaltungen geben wir Einblicke in die Geschichte der Stromversorgung und präsentieren ausgewählte Exponate aus unserer Sammlung. Wir freuen uns über alle, die sich für Technik, Stadtgeschichte und die Entwicklung der Energieversorgung interessieren.

Du interessierst dich für Elektrotechnik, Industriegeschichte oder historische Geräte? Du möchtest dein Wissen weitergeben oder dich ehrenamtlich engagieren? Dann bist du bei uns herzlich willkommen!

Wir suchen Menschen, die Freude daran haben, die Stromgeschichte Wuppertals gemeinsam mit uns zu bewahren und lebendig zu vermitteln.

Ob mit technischem Fachwissen, handwerklichem Geschick, historischem Interesse oder einfach mit Neugier und Begeisterung: Jede helfende Hand ist willkommen. Auch Menschen, die sich erst in das Thema einarbeiten möchten, können unsere Arbeit bereichern.

Mögliche Aufgaben sind beispielsweise:

  • Historische Geräte und Exponate pflegen, erhalten und dokumentieren
  • Bei der Aufarbeitung der Geschichte der Wuppertaler Stromversorgung mitwirken
  • Führungen begleiten und Besucherinnen und Besuchern die Sammlung vorstellen
  • Bei Veranstaltungen und der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen
  • Eigene Ideen, Kenntnisse und Erfahrungen in die Gruppenarbeit einbringen

Du möchtest mitmachen oder unsere Arbeit kennenlernen? Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen und gemeinsam mit dir die Geschichte des Stroms in Wuppertal lebendig zu halten!

Angaben gemäß § 18 Abs. 1 Medienstaatsvertrag (MStV)

Freizeitgruppe "Stromhistorische Arbeitsgruppe der WUppertaler Stadtwerke GmbH"

Verantwortlich für diese Website:

Jens Müller
Inselstr. 50
42389 Wuppertal

Kontakt

E-Mail: shag@wsw-online.de

Wir sind eine private, nicht kommerzielle Freizeitgruppe. Die Teilnahme an unseren Aktivitäten erfolgt ohne Gewinnerzielungsabsicht.

Jens Müller

Museumsmitarbeiter*in
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Wichlinghauser Str. 32 42277 Wuppertal Tel 0202 569 4540 E-Mail-Kontakt